ISKA Rules

ISKA Rules
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Rules ISKA
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ISKA  -  Regelwerk :   (  Lange Version   )

 

l. Allgemeine Bestimmungen:

 

1.1 Geltungsbereich: Dieses Regelwerk gilt für die ISKA WM, EM und allen weiteren ISKA Tourstops sowie als Empfehlung für weitere Snowkitebewerbe.

 

1.2 Gültigkeit:Das vorliegende Werk gilt ab 10.10.2005.

 

2. Allgemeine Vorschriften:

 

2.1 Versicherung:Jeder Pilot muß im Besitz einer Haftpflichtversicherung gegenüber Dritten sein. Dies gilt auch für Freizeitfahrten im Eventgelände.

 

2.2 Helm: Das Tragen eines Helms ist Pflicht. Eine zusätzliche geeignete Schutzausrüstung wird dringend empfohlen.

 

2.3 Verantwortung: Es liegt in der alleinigen Verantwortung des Piloten zu entscheiden, ob er sein Material in der Praxis beherrscht.

 

2.4 Alter der Piloten:  Im Alter unter 18 Jahren müssen die Piloten eine schriftliche Einverständniserklärung ihrer Eltern oder eines Erziehungsberechtigten einreichen, die ihnen erlaubt, an einem Wettkampf teilzunehmen.

 

2.5 Werbung: Die Werbung auf dem Material ist frei. Die Piloten müssen aber die Rechtslage in Bezug auf Werbung des Landes einhalten, in dem sie fahren. Vom Veranstalter ausgegebene Startnummern müssen beim Kiten im Wettkampfgelände und bei der Siegerehrung ausnahmslos getragen werden. Das Selbe gilt für vom Veranstalter ausgegebene Aufkleber.

Bei beidem muss ständige bestmögliche Sichtbarkeit gewährleistet sein.

 

2.6 Annahme der Regeln: Jeder Pilot verpflichtet sich mit der Einschreibung zu einem Wettkampf, die Wettkampfregeln der ISKA und die im Wettkampfprogramm ausgeschriebenen besonderen Regeln anzuwenden.

Bei der Registrierung erhält jeder Teilnehmer ein Regelblatt in Lang- und Kurzversion.

 

2.7 Materialbestimmungen:

2.7.1 Leinenlänge: Die maximale Länge der Flugleinen beträgt 30m gemessen zwischen der Bar / den Griffen und der Unterkante am Drachen.

2.7.2 Leinen Material:
Flugschnüre aus Kevlar, Metal oder ähnlichen Materialien sind nicht gestattet.

2.7.3 Ausrüstung des Piloten:
Das Gurtsystem muss ein offenes System sein (z.B. Windsurf-Haken) oder mit einer leicht auslösbaren mechanischen Notauslösung versehen sein.

2.7.4 Klasse Ski: In der Klasse Ski fahren Piloten mit zwei nicht miteinander verbundenen Skis. Skates (Schlittschuhe) gehören der Klasse Ski an.

2.7.5 Klasse Snowboard: In der Klasse Snowboard fahren Piloten mit einem Brett. Monoskis, Monocarver und dergleichen gehören der Klasse Snowboard an.

2.7.6 Minimale Teilnehmerzahl pro Bewerb: Folgende Minimal - Teilnehmerzahlen sind geltend:
Bei einem ISKA national Event sind mindestens 6 Fahrer(innen), bei einem ISKA Continental Event mind. 8 Fahrer(innen) und bei einer ISKA Weltmeisterschaft mind. 12 Fahrer(innen) für die Durchführung eines Bewerbes bzw. einer Klasse Notwendig.
Sollten jeweils weniger Fahrer am Start sein, so obliegt es dem Veranstalter des jeweiligen Events, die Fahrer zusammenzulegen um die Bewerbe im Zeitrahmen durchzuführen.  Bewerbe, in denen die vorgegebene Teilnehmerzahl nicht aufgewiesen werden kann, können extern gewertet werden. (Platzierungen ohne ISKA Status und ohne ISKA Worldcuppunkte)

3.Verhaltensregeln im Wettkampf:

 

3.1 Allgemeine Wettkampfregeln:

 

3.1.1 Regeln bei Begegnungen:

 

3.1.2 Aufeinander Zufahren: Wenn zwei Piloten aufeinander zufahren, müssen beide nach rechts ausweichen, so dass zwischen ihnen genügend freier Raum bleibt.

 

3.1.3 Kreuzen:Wenn zwei Piloten sich kreuzende Kurse fahren, hat der von rechts kommende Vorfahrt. Der Pilot ohne Vorfahrt muss ausweichen oder anhalten. Es ist ein Verstoß, einen Vorfahrtsberechtigten dazu zu zwingen, seinen Kurs zu ändern oder abzubremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

 

3.1.4 Überholen: Der Überholende trägt die Verantwortung für das Überholmanöver. Der Überholte muss seinen Kurs geradeaus beibehalten oder zur Seite fahren und in einer Wende ein normales Manöver fahren. Jedoch hat der Überholte das Recht, einem Hindernis auszuweichen. Der Überholende muss sich vom Kurs des Überholten freihalten. Es ist ein Verstoß, einen Überholten zu zwingen, seinen Kurs zu verändern oder abzubremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Alle hier genannten Vorfahrtsregeln gelten auch für ein Überholmanöver im Nahbereich einer Wendemarke.

 

3.1.5 Stellung des Drachens: Beim Kreuzen, Überholen oder Vorbeifahren muss der luvseitige Pilot seinen Drachen hochnehmen, der leewärtige Pilot seinen Drachen senken. Der überholende Pilot muss Rücksicht auf den zu überholenden Pilot nehmen. Der zu überholende Pilot darf jedoch nicht dazu gezwungen werden seinen Kite in eine weniger effektive Stellung zu bringen.

 

3.1.6 Halse/Wende: Ein Pilot darf durch Halsen oder Wenden andere Piloten nicht behindern, auch wenn er Vorfahrt hat. Er muss sich nach den anderen Piloten umschauen und durch zurufen von "Halse" oder "Wende" ("Gybing"/ "Tacking") mitteilen, welches Manöver er fahren wird. Der Pilot übernimmt die volle Verantwortung für das Manöver (Wende/Halse).

 

3.1.7 Vortrieb:Das schieben des Snowboards mit einem Fuß in der Bindung oder mit dem Board laufen oder Skaten mit Ski, … ist verboten.

 

3.1.8 Reparaturen: Im Falle einer wie auch immer gearteten Panne dürfen die Fahrer sich selbst helfen, so lange diese Handlung nicht systematisch wiederholt wird. Um sich aus der Gefahrenzone oder in das Fahrerlager zu begeben, dürfen die Fahrer gehen, skaten, ihr Fahrzeug schieben oder sich auch abschleppen lassen. Dies darf den sicheren Ablauf der Wettfahrt nicht stören.

 

3.1.9 Materialwechsel während des Wettkampfes: Piloten dürfen ihre Ausrüstung nur im Fahrerlager wechseln. Dabei dürfen sie andere Piloten nicht behindern.

 

3.1.10 Starten von Drachen: Es ist verboten Drachen in einer solchen Art und Weise zu starten oder zu landen, dass andere Piloten behindert werden. Wenn der Pilot sich nicht in beiden geschlossenen Bindungen befindet und der Drachen am oberen Rand des Windfensters steht gilt er als Hindernis.Sobald der Pilot beide Bindungen geschlossen hat, gelten die gewöhnlichen Vorfahrtsregeln. Wenn der Drachen und die Leinen auf dem Boden sind, gelten sie als Hindernis. In dieser Situation ist Hilfe Dritter gestattet und die anderen Piloten müssen dieses Hindernis umfahren. Piloten dürfen ihre Drachen nur dann starten wenn andere Piloten dadurch nicht behindert werden.

 

 

3.2 Spezielle Regeln im Race:

 

3.2.1 Überfahren der Startlinie nach dem Fünf-Minuten Signal: Nach dem Fünf-Minuten Signal ist es den Piloten verboten die Startlinie zu überqueren. Sollte dies dennoch passieren, muss der Pilot, ohne die anderen Piloten zu behindern, mit seinen/m Skiern/Snowboard die Verlängerung der Startlinie hinter der Marke zurück überqueren.

 

3.2.2 Frühstart: Wenn ein Teil eines Fahrzeuges die Startlinie vor dem Startsignal überquert, wird es so betrachtet als hätte es die Linie nicht überfahren. Um den Start wieder aufzunehmen, muss das Fahrzeug außerhalb der Begrenzungen der Startlinie hinter die Starlinie fahren. Dabei dürfen keine anderen Piloten behindert werden.

 

3.1.3 Berühren von Markierungen: Es ist im Race verboten Wendemarken, Flaggen oder sonstige Markierungen mit dem Fahrzeug, dem Drachen, den Leinen oder dem Körper zu berühren.

 

3.3 Fairplay:Sämtliche Regeln müssen im Sinne des Fairplay betrachtet werden!

 

4. Wettkampforganisation:

 

4.1 Schwarzes Brett:  ( wichtigste Informationsquelle für die Teilnehmer )

An dieser zentralen Anschlagtafel sind während der Veranstaltung alle aktuellen Informationen zum Rennablauf zu finden.

( Wettkampfprogramm und alle aktuellen Änderungen, Zeitpunkt voraussichtlicher nächster Wettkampfstart, Personen des Jury, zur Verhandlung angemeldete Proteste, Ergebnislisten, Windinfo, Wettkampfregeln, Skizze der Wettkampfbereiche, …… )

 

4.2 Wettkampfleitung:

 

4.2.1 Rennbüro:Ort der Anmeldung und Registrierung der Teilnehmer. Verwaltet die Rennergebnisse und  betreut das schwarze Brett. Das Rennbüro ist  erster Ansprechpartner für Teilnehmer, Journalisten, etc.

 

4.2.2 Wettkampfleiter:  Der Wettkampfleiter trifft sämtliche Entscheidung bezüglich des Wettkampfs. Diesen Entscheidungen liegt das Regelwerk der ISKA zu Grunde.

Ab dem ersten Briefing kann nur mehr der Wettkampfleiter (= Rennleiter) das Programm ändern. Der Veranstalter hat keinen Einfluss mehr auf den Rennablauf.

Freestyle und Race können verschiedene Wettkampfleiter haben.

 

4.2.3 Wendemarken- und Zielrichter: Die Wendemarken- und Zielrichter sind die einzigen offiziellen Berechtigten, die Reihenfolge der Zieldurchfahrt oder Wendemarkenumrundungen zu bestimmen und die Reihenfolge schriftlich festzuhalten. Bei jeder Wendemarke muss mindestens ein Wendemarkenrichter stehen.

 

4.2.4 Freestylerichter: Die Freestylerichter sind die einzigen offiziellen Berechtigten, einen Freestylewettkampf zu bewerten. Für einen Freestylewettkampf braucht es mindestens drei (bei nationalen ISKA Events) oder 5 (bei internationalen ISKA Events) Freestylerichter. Der Wettkampfleiter kann auch die Aufgabe eines Freestylerichters übernehmen.

 

4.2.5 Jury: Die Jury löst Streitfälle, in dem sie sich auf die Regeln stützt. Sie wachen über die Einhaltung der gegenwärtigen Regeln und der dem im Programm beigelegten und besonders erwähnten Regeln. Die Jury setzt sich aus mindestens drei Mitgliedern oder einer höheren ungeraden Anzahl zusammen. Die Namen der Mitglieder sind am schwarzen Brett zu finden. Die Entscheidungen werden von der Mehrheit getroffen.

 

4.3 Wichtige Bereiche:

 

4.3.1 Fahrerlager: Das Fahrerlager ist eine abgesteckte Fläche die vom Wettkampfleiter eingerichtet wird, wo die Piloten während der Veranstaltung ihre Ausrüstung aufstellen und wo sie Vorbereitungen und Reparaturen während der Rennen erledigen können. Diese Fläche muß in einer sicheren Entfernung zur Rennstrecke und den Zuschauern sein aber zur Rennstrecke Anbindung haben. Alle Piloten müssen ihren Abschnitt des Fahrerlagers mit Rücksicht auf andere benutzen. Das befahren des Fahrerlagers mit Skier, Skates und Snowboards ist verboten.

 

4.3.2 Wettkampfbereich:

Gekennzeichneter Bereich in dem die Wettkämpfe stattfinden. Darf nur zu bestimmten Zeiten ( Wettkampf, offizielles Training und offizielle Sessions ) betreten werden. Während den Races oder Heats sind nur die Teilnehmer die gerade am Start sind berechtigt sich in dem Gebiet aufzuhalten. Es ist verpflichtend seine Startnummer sowie Helm im Wettkampfbereich zu tragen.

 

4.3.3 Trainingsbereich und Freeridearea:

Hier darf jederzeit gekitet werden.

 

 

4.4  Wichtige Bestandteile und Markierungen in den Wettkampfbereichen:

 

4.4.1 Race-Wendemarken: Als Wendemarken werden meist Bojen oder rot-weiß diagonal gestreifte Flaggen verwendet.

 

4.4.2 Race-Startlinie: Die Startlinie ist eine gerade Linie mit einer Markierung an jedem Ende. Die Startlinie muss lang genug sein damit alle Wettkampfteilnehmer sicher starten können. Die Startlinie muss so gelegt werden, dass sie möglichst vielen Teilnehmern gleichzeitig einen idealen Start erlaubt. Die Teilnehmer müssen die Startlinie in Gegenwindrichtung überfahren.

 

4.4.3 Race-Ziellinie: Die Ziellinie ist klar festgelegt durch zwei Markierungen, einer davon ist gewöhnlich eine Wendemarke. Start- und Ziellinie können gleich sein, der Wettkampfleiter kann sie aber getrennt setzen.

 

4.4.4 Freestyle-Begrenzung des Wettkampfbereiches: Dieser wird meist durch 4 Bojen begrenzt.

 

 

5.Wettkampfablauf:

 

5.1 Vorbereitung des Wettkampfes:

 

5.1.1 Briefing:Der Wettkampfleiter hält vor jedem Wettkampflauf ein Briefing ab. Dies wird angekündigt durch die gehißte Briefing-Flagge und einem akustischen Signal. Alle Piloten müssen bei diesen Briefings anwesend sein. Die Briefingflagge kann auch mit einer Klassenflagge kombiniert gezeigt werden. Dies bedeutet, dass sich nur die Piloten dieser Klasse versammeln müssen. Die Anwesenheit bei einem Briefing ist Pflicht. Der Wettkampfleiter muß den gewählten Wettkampf erklären, die Dauer des Wettkampfes und die Startvorbereitungszeit ankündigen. Er kann eine Proberunde ansagen. Bei Freestylewettkämpfen können nach einem Briefing mehrere Läufe nacheinander, ohne Briefings dazwischen, gefahren werden.

 

5.1.2 Verschiebung und Aufhebung des Starts: Im Fall einer Verschiebung oder einer Aufhebung wird das Briefing zur vorgesehenen Uhrzeit abgehalten. Der Wettkampfleiter kündigt dort die Gründe der Verschiebung, die genaue Uhrzeit für das nächste Briefing oder die Fortsetzung des Programms an.

 

5.2 Startablauf:   ( Freestyle und Race )

 

Im Freestyle warten die Teilnehmer an einem Ort ihrer Wahl im Wettkampfbereich auf das Startsignal.

Der Start für Race ist ein „Fliegender Start“ mit einer Linie. Die Skier / Snowboards müssen vor dem Start mit geschlossenen Bindungen in Fahrt sein. Das Anhalten vor der Startlinie ist verboten.

 

Die Flaggensignale werden vom Wettkampfleiter gegeben. Sie werden meist von einem akustischen Signal begleitet.

Nur die genauen Zeitpunkte der visuellen Signale haben Gültigkeit.

 

5.2.1 Das Aufrufsignal:

 

Die Briefing-Flagge wird nach dem Briefing fünfzehn Minuten vor dem Start gemeinsam mit einem akustischen Signal eingeholt.

 

5.2.2 Das Fünf-Minuten Signal:

Fünf Minuten vor dem Start wird die rote Flagge begleitet von einem akustischen Signal gehisst.

 

5.2.3 Das Ein-Minuten Signal:

Eine Minute vor dem Start wird die rote Flagge gesenkt und die gelbe Flagge begleitet von einem akustischen Signal gehisst.

 

5.2.4 Das Vorstartsignal:

Zehn Sekunden vor dem Start wird die rote Flagge hochgehalten.

Im Race zählt der Wettkampfleiter die Sekunden ab. Im Freestyle nicht.

 

5.2.5 Das Startsignal:

Zum Zeitpunkt des Starts wird die rote Flagge gesenkt und die grüne Flagge gehisst.

 

 

5.3 Neben den Vorfahrtsregeln während des Heats / Races zu beachten:

 

5.3.1 Vorsicht vor Hindernissen: Die orange Flagge deutet auf Gefahr hin, alle Piloten müssen vorsichtig sein und gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit verringern und anhalten.

 

5.3.2 Vorzeitiger Abbruch: 3 akustische Signale schwenken der schwarz weiß karierten Flagge.

 

 

5.4 Ende des Heats, Zieldurchgang im Race:

 

5.4.1 Race-Zieleinfahrt:

Der Wettkampfleiter oder ein Zielrichter steht an der Ziellinie mit der Zielflagge. Wenn der an erster Stelle liegende Pilot nach Ablauf der vorgesehenen Wettkampfdauer, das Ziel kreuzt, senkt der Wettkampfleiter die schwarzweiß karierte Flagge. Alle anderen Piloten werden von der gleichen Flagge angehalten Die Plazierungen werden beim Vorbeifahren des Fahrzeuges (erster Fahrzeugteil auf der Ziellinie) genommen. Jeder Pilot muß die Ziellinie auf seinem Fahrzeug kreuzen. Es ist verboten, auf der Linie zu parken oder sie nochmals zu kreuzen.

 

5.4.2 Ende Freestyle: Nach Ablauf der angesagten Zeit für den Lauf wird die rote Flagge gehisst und die grüne Flagge gesenkt.

 

 

6. Weitere Bestimmungen zum Wettkampfablauf:

 

6.1 Dauer der Races / Heats:

- Kursrennen: 20 Minuten bis 40 Minuten

- Freestyle: 5 Minuten bis 15 Minuten

- Ausdauerrennen: Minimum 1 Stunde, die maximale Dauer wird im Wettkampfprogramm ausgeschrieben

 

Für Wettkämpfe mit Kursrennen und/oder Freestyle ist die Gesamt - Fahrdauer maximal 4 Stunden pro Tag.

 

6.2 Gültigkeitsbedingungen:

Der Wettkampfleiter trifft alleine die Entscheidung den Wettkampf zu starten und mit der gelben Flagge abzubrechen.

Ein gefahrener Wettkampf kann nur die Jury für ungültig erklären. Sie kann die Ergebnisse eines abgebrochenen Wettkampfs nicht nachträglich für gültig erklären. Die Jury muß ihre Entscheidung rechtfertigen. Die Entscheidung wird am schwarzen Brett veröffentlicht.

 

Der Wettkampf ist gültig, wenn mindestens zwei Drittel der vorgesehenen Zeit gefahren sind. Der Wettkampf wird aufgehoben, wenn weniger als zwei Drittel der vorgesehenen Zeit gefahren wurden. Dieser Artikel gilt nicht bei Windmangel.

 

6.3 Ranglisten und Wertungen:

 

6.3.1 Ranglisten und Wertungen Race:

 

6.3.1.1 Rangliste eines Rennens: Für jedes Rennen werden die Piloten nach der Anzahl der gefahrenen Runden und der Zieldurchfahrt gewertet. Um gewertet zu werden, muß der Pilot mindestens eine Runde absolviert haben.

 

6.3.1.2 Gewertete Piloten: Für jedes Rennen erhält der erste gewertete Pilot 0 Punkte, die anderen Piloten erhalten die Anzahl der Punkte, die ihrer Plazierung im Ziel entspricht. Bei Aufgabe oder Materialschaden werden die Piloten nach der Anzahl der gefahrenen Runden und der letzten Zieldurchfahrt gewertet. Sollten zwei Konkurrenten die Ziellinie zur gleichen Zeit kreuzen, erhalten sie die gleiche Punktzahl. Die folgenden Konkurrenten erhalten die Punktzahl ihrer Plazierung im Ziel.

 

6.3.1.3 Nicht gewertete Fahrer: Disqualifizierte Piloten, nicht gestartete Piloten und Piloten, die weniger als eine Runde absolviert haben, erhalten eine Punktzahl, die der Anzahl der gemeldeten Piloten plus einem Punkt entspricht.

 

6.3.1.4 Gesamtpunktzahl Rennen: Gibt es drei oder weniger gültige Rennen, werden die Punkte jedes Rennen für das Gesamtergebnis der Piloten addiert. Gibt es mehr als drei gültige Rennen, wird das schlechteste Rennen gestrichen. Gibt es mehr als sieben gültige Rennen, werden die beiden schlechtesten Rennen gestrichen, usw. Die so errechnete Punktzahl kann sich durch die Strafpunkte erhöhen, die man sich während der Rennen eingehandelt hat. Der Pilot mit den wenigsten Punkten ist Sieger. Die anderen Piloten plazieren sich in der Reihenfolge dahinter.

 

6.3.1.5 Gesamtwertung Rennen: Sieger ist der Pilot mit der geringsten Punktzahl. Bei Gleichstand in der Gesamtwertung entscheidet die höhere Anzahl der ersten Plätze. Ist immer noch Gleichstand, entscheidet die höhere Anzahl zweiter Plätze usw. Sollte dann immer noch Gleichstand herrschen, bleibt es in der Gesamtwertung so.


6.3.1.6 Protest im Race:

Im Falle einer Anfechtung kann der Pilot einen schriftlichen Protest einlegen.

Der Protest muss der Jury spätesten eine Stunde nach Abschluss des Wettkampfes schriftlich vorliegen (Protestformular ausfüllen und darin den Ort und die Artikel angeben, auf die er sich beruft). Jeder Fall muss einzeln aufgeführt sein. Die Beweislast trägt der Protestierende.

Ort und Termin der Verhandlung wird eine Stunde nach dem Abschluss der Wettfahrt am schwarzen Brett angeschlagen. Der protestierende muss den Betroffenen über den Protest informieren. Dieser muss die Gelegenheit erhalten bei der Verhandlung anwesend zu sein.

Eine Entscheidung kann nicht getroffen werden, ohne den Betroffenen vorgeladen zu haben, um ihm die Möglichkeit zur Verteidigung zu geben. Die Entscheidung der Jury muss noch am gleichen Tag fallen. Sie muss schriftlich begründet und veröffentlicht werden. Wenn ein Mitglied der Jury mit der Entscheidung nicht einverstanden ist, kann es eine zweite und letzte Abstimmung verlangen. Die Entscheidung der Jury stützt sich auf die gegenwärtig gültigen Artikel des Regelwerks. Es genügt eine einfache Mehrheit.

 

6.3.2 Ranglisten und Wertungen Freestyle:

 

6.3.2.1 Rangliste:

Die Rangliste im Freestyle wird anhand einer Single- oder Double Elimination ermittelt.

Siehe Skizze. Beispiel Single- und Double Elimination für 16 Piloten.

 

6.3.2.2 Gewertete Piloten:

Für jeden Lauf erhalten die Piloten Punkte für ihre gezeigten Tricks und Sprünge. Sie werden nach dem Schwierigkeitsgrad und der technischen Ausführung bewertet. Der Pilot mit der höchsten Punktzahl ist Sieger.

Siehe Judging Guidelines.

 

6.3.2.3 Sieger Double Elimination:

Wenn in einer Double Elimination im ersten Finallauf der Sieger aus der Single Elimination verliert, wird ein zweiter Finallauf gefahren. Der Gesamtsieger ist dann der Gewinner des zweiten Finallaufes. Wenn die Double Elimination aus Zeit- oder Windmangel nicht zu Ende gefahren werden kann gilt das Ergebnis der Single Elimination.

 

6.3.2.4 Proteste im Freestyle:

Diese müssen innerhalb von 5 Minuten nach Ende des Heats beim Wettkampfleiter mündlich angezeigt werden.

Proteste werden von der Jury noch vor Beginn der nächsten Runde entschieden.

 

6.4 Veröffentlichung:

Die Ergebnisse müssen täglich nach jedem Wettkampf, mit Bekanntgabe der Aushangzeit, veröffentlicht werden. Die Piloten können während einer Stunde nach dem Aushang Protest gegen die Ergebnisse einlegen.

 

6.5 Verstöße:

 

6.5.1 Strafpunkte: Im Laufe eines Wettkampfes sind Verstöße mit Strafen zu ahnden. Der erste Verstoß wird mit einem Punkt, der zweite mit zwei Punkten, der dritte mit drei Punkten usw. bestraft. Ein Verstoß, der einen Unfall verursacht und/oder das Gesamtergebnis gefährdet, ist mit der doppelten Strafpunktzahl oder einer Disqualifikation zu ahnden. Der Wettkampfleiter vergibt die Strafen.

.

 

6.5.2 Verhalten:Die Jury und der Wettkampfleiter haben das Recht, von den Piloten ein ordnungsgemäßes Verhalten zu verlangen. Bei Zuwiderhandlungen können sie sofort folgende Maßnahmen ergreifen: Verwarnung, Ausschluß von einem Wettkampf oder des gesamten Wettkampfes, Sperre. Die Entscheidung muß schriftlich begründet werden.

 

 


Anhang:  Beispiel Single- und Double Elimination für 16 Piloten:

 

 

Single Elimination                        Final Single Elimination

1. und 2. geht in den                         1. und 2. geht in den                        1. geht in Lauf 14

nächsten Lauf                        nächsten Lauf                        2. geht in Lauf 13

3. = Rang 9                        3. = Rang 5                        3. = Rang 3

4. = Rang 13                        4. = Rang 7                        4. = Rang 4

 

 

Lauf 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 14/15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. = Rang 1

 

Lauf 4

 

 

 

 

 

 

 

2. = Rang 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Double Elimination                              Double Elimination

1. und 2. geht in den                         1. und 2. geht in den                        1. und 2. geht in                        1. geht in Lauf 14

nächsten Lauf                        nächsten Lauf                        Lauf 13                        2. = Rang 3

3. = Rang 13                        3. = Rang 9                        3. = Rang 5                        3. = Rang 4

4. = Rang 15                        4. = Rang 11                        4. = Rang 6

 

Lauf 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Lauf 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13. Lauf 2

 

 

Lauf 10

 

 

 

 

 

 

9. Lauf 3

 

 

5. Lauf 5

 

 

 

 

 

 

13. Lauf 4

 

 

7. Lauf 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauf 12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Lauf 7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Lauf 7

 

 

 

 

 

 

Lauf 11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Lauf 6

 

 

 

 

 

 

Lauf 9

 

 

7. Lauf 5

 

 

 

 

 

 

9. Lauf 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13.Lauf 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Lauf 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13. Lauf 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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